Farben nach Gefühl
Nacht, Meer, Garten oder Regenbogen geben einen sanften Startpunkt.
Bei einem Einhorn gibt es keine vorgeschriebene Fellfarbe. Diese Freiheit ist keine Nebensache – sie ist der Kern der kreativen Idee.

Eine Farbpalette muss nicht kompliziert sein. Drei bis fünf Stifte, die zusammenpassen oder bewusst gegensätzlich wirken, genügen. Für ein Regenbogen-Einhorn können mehrere helle Farben zusammenkommen; für ein Nachthimmel-Einhorn funktionieren Dunkelblau, Violett, Silber-Grau und ein heller Akzent. Die Palette ist ein Vorschlag, kein Vertrag.
Eine schöne Spielidee ist die Farb-Stimmung: Blumengarten, Sonnenuntergang, Wintermorgen, Meer oder Sternennacht. Das Kind wählt eine Stimmung und sucht dann passende Stifte aus. Dadurch entsteht ein roter Faden im Bild, ohne dass jemand innerhalb einer „richtigen“ Vorlage bleiben muss.
Auch ungewöhnliche Kombinationen verdienen Platz. Ein grünes Einhorn mit pinker Mähne, ein schwarz-weisses Einhorn mit goldenen Sternen oder ein ganz einfarbiges Bild können spannend aussehen. Wer mag, testet Farben zuerst auf einem kleinen Randpapier und entscheidet dann spontan.
Bei detailreichen Bildern hilft es, zuerst die grossen Flächen zu wählen und danach ein oder zwei Akzentfarben für Sterne, Blumen oder Horn zu reservieren. Das ist keine Regel für ein besseres Ergebnis, sondern ein einfacher Weg, wenn eine leere Seite zu viele Möglichkeiten bietet.
Nacht, Meer, Garten oder Regenbogen geben einen sanften Startpunkt.
Eine kleine Palette macht die Wahl leichter und bleibt trotzdem offen.
Fantasiewesen dürfen jede Farbe tragen, die Freude macht.